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Texteklau und Urheber

Wie bereits auf der Warez-Seite erläutert sind alle Formen des geistigen Eigentumes geschützt. Dies gilt natürlich auch für Bücher, Texte von Autoren, Beiträge aus Zeitschriften u.s.w.

Wenn Sie Texte übernehmen, versehen Sie diese Stellen immer mit dem Hinweis Zitat und geben Sie die Quelle an. Komplette Kopien oder Abdrücke sollten Sie nur mit Zustimmung des Autors veröffentlichen. Ansonsten laufen Sie Gefahr abgemahnt zu werden.

Ein besonderes Problem stellt auch die Verwendung von Gifs und Cliparts dar. Die meisten dieser Grafiken sind Freeware, daher frei verwendbar, achten Sie jedoch beim Download auf eventuell vorhandene Copyrighthinweise. Manchmal sind solche Grafiken nur für private Homepage freigegeben und nicht für kommerzielle Seiten. Auf CD gekaufte Cliparts dürfen Sie auf alle Fälle verwenden, dafür haben Sie schließlich bezahlt. Ausnahmen sind jedoch auch hier im Rahmen des Lizenzvertrages möglich. Nachzulesen unter Gesetzestexte, weitere Hinweise auf der Linkseite.

Sonderfall - Ausnahmeregelung- für Wisenschaft, Schule / Ausbildung / Lehre: Der neue § 52a UrhG regelt, dass auch weiterhin Lehrer, z.B. für ihre Schulklasse, Textauszüge kopieren und zum Unterricht verwenden dürfen. Dies kann jetzt auch auf elektronischen Wege geschehen. Für diese Fälle gilt also das allgemeine Kopierverbot nur eingeschränkt. Es dürfen nie ganze Werke sondern immer nur einzelne Textauszüge kopiert werden. Unabhängig von der Befreiung vom Kopierverbot sind aber evtl. Vergütungen an den Urheber zu zahlen.

Neues Urheberschutzgesetz ab 11.04.2003:

Presseerklärung des Bundesministeriums für Justiz Zitat :

“Berlin, am 11. April 2003
Bundestag stimmt Kompromiss zum neuen Urheberrecht zu
Der Deutsche Bundestag hat am 11.4.2003 der Gesetzesnovelle zur Gestaltung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft zugestimmt. Das Parlament hat mit diesem Gesetz einen Konsens zwischen den Interessen der Wissenschaft und der Kultur sowie den wissenschaftlichen Verlagen gefunden. Im Mittelpunkt steht der Schutz der Urheber. Sie erhalten auch im digitalen Zeitalter eine angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Artikel. “Das Gesetz verschafft dem geistigen Eigentum auch in der digitalen Welt die Achtung, die es verdient. Es schafft einen fairen Kompromiss zwischen geistigem Eigentum und Wissensgesellschaft", betonte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
Wichtig ist hier insbesondere der neue § 52a Urheberrechtsgesetz. Bisher darf ein Lehrer in seiner Klasse für den Unterricht Kopien eines wissenschaftlichen Aufsatzes an die Schüler verteilen. Künftig soll er den Schülern denselben Aufsatz auch am Bildschirm zugänglich machen dürfen. Auch Professoren und Wissenschaftler dürfen Texte auf diese Weise an einen begrenzten Kreis von Personen weitergeben. “Das Recht reagiert damit auf die zunehmende Ausstattung von Schulen und Universitäten mit Computern", sagte Bundesjustizministerin Zypries. Gleichzeitig wird den Interessen der Urheber und Verwerter Rechnung getragen, da auch künftig nur Teile von veröffentlichten Werken, Werke geringen Umfangs oder einzelne Artikel aus Fachzeitschriften in abgegrenzte, geschlossene Netzwerke (Intranets) gestellt werden dürfen. In jedem Fall ist eine Vergütung zu zahlen.
Der neue § 52a Urheberrechtsgesetz ist bis zum 31.12.2006 befristet. Das Bundesjustizministerium wird die praktischen Erfahrungen mit der Neuregelung sorgfältig beobachten. Wenn nötig kann der Gesetzgeber schon vor Ablauf der Frist korrigierend eingreifen. Die Novelle setzt eine EU-Richtlinie um und passt das in der “Papierwelt" geltende Urheberrecht dem digitalen Zeitalter an.
Das Gesetz regelt auch, in welchen Fällen Urheber es im Hinblick auf Gemeinschaftsinteressen hinnehmen müssen, dass ihre Werke ohne ihre ausdrückliche Zustimmung genutzt werden dürfen. Es erlaubt auch künftig, dass einzelne Privatkopien von Musik, Filmen oder Text gemacht werden. Es verbietet jedoch, den Kopierschutz zu knacken und bezieht auch die Herstellung und die Verbreitung dieser sog. Hacker-Software in dieses Verbot mit ein. Wer gewerblich gegen diese Verbote verstößt, muss mit Geldstrafen oder mit Gefängnis rechnen.”

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