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Arzneimittelversand

Arzneimittelversand
Gefälschte Arzneimittel:
Eine Pest in Kleinanzeigen und auch im Internet : WUNDERHEILMITTEL
Drogen im Onlineshop, Polizei schlägt zu:
Arzneimittelversand ab 1.1.2004 jetzt legal:

Arzneimittelversand

Das der Drogenhandel in Deutschland verboten ist dürfte bekannt sein dazu muß ich hier nichts weiter erläutern.

Aber auch Arzneimittel dürfen nach dem Arzneimittelgesetz nur durch Apotheken vertrieben werden und hierbei auch nur zugelassene Mittel. Der Verkauf von Arzneimitteln im Internet ist also strafbar, sofern es sich nicht um Apotheken handelt ! Wenn Sie bei einem ausländischen Anbieter Medikamente kaufen laufen Sie Gefahr dass diese bei der Einfuhr vom Zoll beschlagnahmt werden.

Ausnahmen bilden Online-Apotheken innerhalb der EG. Hier ist die Rechtssprechung noch nicht gefestigt. Zur Zeit dürfen Internetapotheken wie DocMorris aus den Niederlanden ganz legal ihre Arzneimittel vertreiben. Die Patienten sparen hierbei die in Deutschland üblichen Rezeptgebühren.Auch rezeptfreie Medikamente können sie dort günstiger einkaufen, ganz legal !! Fragen sie bei ihrer Krankenkasse, ob Internetverkauf bezahlt wird. Viele Kassen erstatten die Rezepte. Sie Kasse spart Geld und Sie sparen die Rezeptgebühren ! Der bekannteste Anbieter ist immer noch DocMorris aus den Niederlanden. Zur Homepage von DocMorris gehts hier lang:

https://www.0800docmorris.com

Gefälschte Arzneimittel:

Zitat aus der T-Online -Seite :

Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Hans-Günter Friese, warnt vor den Medikamenten aus dem Web: "Zehn Prozent aller Arzneimittel aus dem Netz sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO gefälscht." Die Gefahren seien nicht abzuschätzen, denn es gebe keine Überwachung und Kontrolle. Das sieht auch die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) so. Die Web-Apotheken seien ein Medium für Arzneimittelfälscher. „Sie bieten Produkte an, in denen keine oder zu wenig Wirkstoffe enthalten sind, so die Kasse. Bei einer Unterdosierung oder verzögerten Freisetzung neige der Patient dazu, immer mehr Tabletten einzunehmen. Die Gefahr: Medikamente werden überdosiert mit der Folge gesundheitlicher Schäden. Wegen der fehlenden Produkthaftung könnten sich die Verbraucher anschließend nicht einmal beschweren. “

Die Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist verboten !

Im Arznei- und Heilmittelwerbegesetz (HWG) ist geregelt, dass Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel nur gegenüber Ärzten, Zahnärzten und ähnlichen Approbierten erlaubt ist. Das beinhaltet natürlich auch die Werbung in der Presseund im Internet. Ausnahme bilden natürlich geschlossene Benutzergruppen wie Ärtzeboards u.s.w.. Stoßen Sie auf solch eine Werbung können Sie sicher sein : Es ist ein sehr unseriöser Anbieter !

Eine Pest in Kleinanzeigen und auch im Internet : WUNDERHEILMITTEL

Viele selbsternannte Doktoren und Heiler bieten gegen alle gängigen Massenkrankheiten ihre “ nachweislich erfolgreichen “ Wundermittel an. “ Wissentschaftliche Tests haben bewiesen ...” , dass nur ihr Mittel natürlich ,entgegen allen Erkenntnissen der Schulmedizin, garantiert hilft. Beliebte Krankheiten sind fast immer : Krebs, Haarausfall, Diätmittel, Wechselbeschwerden, Venenleiden, Herzinfakt, Krampfadern, Abgeschlagenheit, Hautprobleme, Verdauungsprobleme.

Wunderpillen dürfen nicht als Medikament verkauft oder beworben werden. Die Hersteller greifen daher zu einem Trick und nennen ihr Wundermittel einfach Nahrungsergänzungsmittel, so verpacken die Hersteller ihre Wunderpillen in kleine Boxen und deklarieren sie als Nahrungsergänzungsmittel. Die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln bedarf jedoch keiner wissenschaftlichen Untersuchung. Trotzdem vermitteln diese Mittel durch ihre Aufmachung und die Anwendung in Tablettenform den Eindruck, es handele sich um ein geprüftes Arzneimittel. Hinzu kommt, dass solche Produkte extrem teuer sind. Der Verkaufspreis übersteigt die Produktionskosten um ein Vielfaches. Merkt der Verbraucher dann den Schwindel und möchte die Geld-zurück-Garantie nutzen, hat er selten Glück. Denn anstelle einer Kundenservice-Adresse in Deutschland ist eine Adresse im Ausland angegeben, mit der er nichts anfangen kann. Selbst wenn es sich um eine Adresse in Deutschland handelt, dürfte es für den Verbraucher schwierig sein, seine Ansprüche geltend zu machen, da die Vertreiber mit ihren Briefkastenfirmen ständig umziehen und so vom geprellten Kunden nicht mehr haftbar zu machen sind.

Fazit:

Bevor Sie irgendwo im Versandhandel ein Wundermittel gegen Ihre Erkrankung kaufen wollen, sprechen Sie vorher mit ihren Arzt darüber ! Die meisten gehandelten Wundermittel schaden nicht unbedingt, Sie sind aber einfach zu teuer für simple Alltagszutaten wie Traubenzucker , Hefe oder div. Wurzel und/oder Kräutern.

Bedenken Sie immer: Wenn es so toll ist und immer wirkt, warum zahlt dann nicht die Krankenkasse ? Warum gibt es dann noch die Krankheit ? Ein echtes Wundermittel würde ihr Arzt kennen ! Vertrauen sie niemals den tollen Vorher / Nachher Bildern !

Drogen im Onlineshop, Polizei schlägt zu:

Auszug Pressemeldung der Polizei Bayern vom 28.10.2003:

Erding/Freising. Gegen acht junge Männer aus Erding und Freising im Alter zwischen 17 und 30 Jahren ermitteln derzeit Rauschgiftfahnder der Kripo Erding. Alle bestellten über die Homepage eines Internetshops im Raum Duisburg sogenannte „Duftkissen" in der Ausführung „Mexico" oder „Hawaii". Tatsächlich handelte es sich um psylocibinhaltige getrocknete Pilze, in der Szene besser unter „Magic Mushrooms" bekannt, die nach dem Betäubungsmittelgesetz seit 1998 verboten sind. Vom Internetshop wurden die Drogen unter dem Deckmantel „Raumluftverbesserer – nicht für den Verzehr geeignet" angeboten. Tatsächlich entwickeln sie eher einen übel riechenden Geruch. Durchschnittlich kauften die Bezieher Pilze im Wert von rund 100,-- Euro und erhielten dafür, je nach Qualität, 5 bis 7,5 Gramm Psylocibinpilze. Bei sämtlichen Tatverdächtigen wurden Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt. In vier Fällen konnten kleine Mengen Cannabis sichergestellt werden. Ein Beschuldigter wird, wie er den Kriminalern sagte, auch in Zukunft weiterhin Haschisch und Marihuana konsumieren und sich persönlich beim Bayerischen Ministerpräsidenten für eine Legalisierung einsetzen. Ein entsprechendes Plakat hatte er bereits vorbereitet. Erklärung „Magic Mushrooms": Zauberpilze oder „Psilos" nannten die Hippies die Pilze, die ähnlich wie LSD zu Halluzinationen führen. Sie wurden aber schon seit Jahrhunderten zu magischen und kulturellen Zwecken verwandt. Der bekannteste Pilz ist der aus Mexiko stammende Teonanacatl. In dem Pilz befindet sich der Wirkstoff Psilocybin, der halluzinogene Eigenschaften besitzt. Auch in Europa gibt es wild wachsende Pilzarten wie z.B. der spitzkegelige Kahlkopf mit dieser psychoaktiven Potenz. Der Pilz wird geraucht, aber auch in Flüssigkeiten (Sekt) angesetzt. Manche Konsumenten machen auch einen Tee davon oder kauen ihn. Der Konsum kann zu Halluzinationen, hohem Puls und Blutdruck, Müdigkeit und Benommenheit führen.

Quelle: http://www.polizei.bayern.de/ppobb/pded/presse/01_aktuell/Montag.txt

Arzneimittelversand ab 1.1.2004 jetzt legal:

Seit dem 1.1.2004 dürfen Sie jetzt offiziell Medikamente Online einkaufen.

Ebenfalls fällt die Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente, die Zuzahlungsgebühren sind Online geringer als in der Apotheke!

Vor allem mit niedrigeren Preisen wollen die Internet-Händler der klassischen Apotheke Konkurrenz machen. So wirbt die in den Niederlanden ansässige Apotheke DocMorris damit, dass sie den Kunden einen Teil der Zuzahlung erlässt. Bei DocMorris zahlen Sie die volle Zuzahlung, gleichzeitig erhalten Sie einen Bonus auf den Arzneimittelpreis, der in der Höhe der Hälfte der Zuzahlung entspricht. So sparen Sie unterm Strich die Hälfte. Andere Anbieter wie die Schweizer Apotheke Mediservice locken Kunden mit einem "Treuebonus" oder mit Rabatten. Bestellt werden die freiverkäuflichen Medikamente per Post oder über eine Online-Eingabe. Bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten ist es etwas komplizierter: "Das Rezept muss im Original eingeschickt werden", so Däinghaus.

Die Apothekerverbände wollen der Konkurrenz im Internet einen so genannten Home-Service entgegensetzen, der unter www.aponet.de Kunden die Bestellung von Medikamenten ermöglichen soll. Dies soll über einzelne Apotheken vor Ort geschehen, die dann Arzneimittel an Patienten ausliefern. Prinzipiell sind diese Apothekenboten laut Lutz Tisch nicht neu: "Es war schon immer so, dass Menschen versorgt wurden, die nicht selbst zur Apotheke gehen können." Wie dieser Home-Service aussieht und was er kostet, bleibt jedoch weitgehend der einzelnen Apotheke überlassen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Arzneimittel laut Nill möglichst bei Anbietern in einem EU-Land bestellt werden, da diese sich bei Problemen leichter belangen lassen. "Die Apotheke sollte auch eine Adresse und eine Telefonnummer angeben, nicht nur ein Postfach", so Nill. Und schließlich müssten Kunden aufpassen, dass ihnen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nicht das alleinige Versandrisiko aufgebürdet wird

Günstig ist die Arzneibestellung im Internet möglicherweise für chronisch Kranke: "Wenn jemand regelmäßig viele Medikamente braucht, kann es billiger sein", sagt Nill. Sicher scheint, dass die Apotheken mit einer verschärften Konkurrenz rechnen müssen: Laut einer Umfrage des Institutes für Demoskopie in Allensbach waren im Jahr 2000 erst 120.000 Menschen schon einmal Kunden bei einer Internetapotheke -- inzwischen sind es jedoch schon rund eine Million, die Medikamente per Post oder Mausklick ordern

Quelle / Textauszüge von: http://www.heise.de/newsticker/data/bo-01.01.04-002/

Dort gibt es auch den ganzen Artikel zum Nachlesen.

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