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Onlinebanking

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Was kann ich tun für ein sicheres Onlinebanking ?

Onlinebanking

Leider bestreiten die Banken immer noch, aus eigenen Interesse, dass Onlinebanking sehr unsicher für den Verbraucher ist. Zwar sind die eigentlichen Transaktionen aufgrund der einmalig zu verwendeten TAN-Nummern recht sicher, umso beschämender ist es, dass die Rechner mancher Banken angeblich offen wie ein Scheunentor sind.Das Verbrauchermagazin ARD Ratgeber Technik ist bereits im September 2001 erfolgreich in den Rechner einer Bank eingedrungen und konnte dort Millionen von Kundendaten auslesen. Jetzt, zur aktuellen Sendung im Mai 2002, wurde in den Rechner einer Kreissparkasse eingedrungen. Auch hier ließen sich leicht Kundendaten umleiten und die Passwörter der Administratoren auslesen. Peinlich, dass hier Loginnamen wie Doof oder Doof1 verwendet wurden.

Weitere Informationen können direkt beim ARD-Ratgeber nachgelesen werden .

Der Hack lief laut TV-Bericht ARD Ratgeber Technik vom 05.05.2002 wie folgt ab :

Zuerst wurde in den PC der Sparkasse eingedrungen und dort die Login und Passwörter der Admins ausgelesen, danach wurde die Homepage der Sparkasse verändert und mit einem Link wurden die Kunden zur Hackerseite umgeleitet. Dort konnten dann in aller Ruhe die ankommenden Daten der Kunden, einschl. PIN und TAN-Nummer gespeichert werden. Im Mißbrauchsfalle hätte man dann mit diesen Daten beliebige Transaktionen auf der richtigen Seite durchführen können.

Um Kunden nicht mißtrauisch zu machen erfolgte ein E-Mail mit der Aufforderung aufgrund technische Störungen vorübergehend die andere ( Hackerseite ) zum Banking zu benutzen. Wahrscheinlich hätten die meisten Kunden den Unterschied aber eh nicht bemerkt.

FAZIT: Es ist dringend erforderlich, dass die AGB der Banken geändert werden. Wenn nicht freiwillig dann halt per Gesetz. Es kann nicht angehen, dass nach jetziger Rechtslage im Mißbrauchsfall der Kunde beweispflichtig ist und nicht die Banken. Wer so schlechten Kundenschutz betreibt muß auch für die Folgen geradestehen. Da die Banken mit keinen Informationen über den Umfang des Mißbrauches herausrücken kann man nur spekulieren, wie hoch der jährliche Schaden durch Hacker ist.

Was kann ich tun für ein sicheres Onlinebanking ?

1. Benutzen Sie HBCI bei Internetbanking ( Banking mit Kartenlesegerät )

2. Betreiben Sie Onlinebanking mit T-Online unter Verwendung der PIN / Tan.-Nummer und speichern Sie auf keinem Fall diese Nummern auf ihren PC ! Geben Sie immer die TAN-Nummer manuell bei jeder Aktion ein.

3. Kein Onlinebanking wenn sich plötzlich -ohne Vorankündigung- die Seite geändert hat oder “ komische” Links oder merkwürdige Eingabefelder auftauchen. Rufen Sie erst bei ihrer Bank an und fragen nach, ob sich etwas plötzlich geändert hat. Dies gilt besonders außerhalb der Geschäftszeiten der Bank, insbesondere Nachts !

4. Geben Sie niemals am Telefon oder per E-Mail ihre PIN und /oder TAN-Nummer heraus ! Keine Bank wird jemals von Ihnen solche Angaben abfragen !

5. Kommen sie plötzlich nicht mehr mit ihrem Kennwort auf ihr Konto oder wird eine TAN als verbraucht abgelehnt rufen Sie s o f o r t ihre Bank an !! Lassen Sie notfalls ihr Konto sperren und legen Sie gegen Falschaktionen sofort Widerspruch ein !

6. Verwenden Sie möglichst Kennwörter aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen mit mindestens 8 Stellen. Beispiel : Beisp?52iel!

Wenn Sie alle Ratschläge beherzigen, sollten Ihre Transaktionen sicher sein, gegen Schlamperei bei der Bank bzw. mangelhaften Schutz des Bankrechners können Sie leider nichts machen. Wer 100 % Sicherheit haben möchte muss leider, solange die AGBs nicht geändert werden, auf Onlinebanking verzichten . Die besten Verschlüsselungssysteme und Transaktionsnummern nützen nichts solange manche Banken ihre Rechner nicht besser schützen.

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