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Dialer bezahlen

Muß ich Dialergebühren bezahlen ?
Noch ein Tipp zu Inkassounternehmen:
Gericht: Telekom muss 0190er-Nummern nach einer Stunde abschalten

Muß ich Dialergebühren bezahlen ?

Falls Sie Strafanzeige erstatten können Sie davon zunächst die Telekom in Kenntnis setzen und die entsprechende Zahlung der auf die 0190er/ 0900er -Rufnummer entfallenen Beträge, bis zur Klärung des Sachverhaltes, verweigern oder nur unter Vorbehalt bezahlen. Sollten Sie Ihre Rechnung automatisch mit Kontoabbuchung / Lastschriftverfahren bezahlen, können Sie diese Abbuchung innerhalb von 6 Wochen bei Ihrer Bank rückbuchen lassen. Überweisen Sie dann gesondert den normalen Rechnungsbeitrag -ohne die 0190er Dialergebührenanteile-. Liegt jedoch keine Straftat vor brauchen Sie einen Rechtsanwalt um zu prüfen , ob eventuell aus zivilrechtlichen Gründen, z.B. Sittenwidrigkeit oder Wucher, die Zahlung verweigert werden sollte. ( Lohnt sich ab ca. 120 Euro ). Zum Punkt Sittenwidrigkeit oder Wucher ist die Rechtssprechung noch nicht einheitlich, eine Einzelfallprüfung muß hier ein Anwalt vornehmen. Wann Sie auf alle Fälle die Zahlung verweigern sollten lesen Sie hier unter Zahlungsverweigerung.

Eine ausführliche rechtliche Darlegung des Problemes zur Rechnung und Dialerkosten finden Sie unter www.dialerundrecht.de

Erschrecken Sie nicht wenn Ihnen Mahnungen mit wüsten Drohungen diverser Inkassounternehmen ins Haus flattern. Seit dem 01.Juli 2001 verschickt die Telekom keine Mahnungen mehr für 0190er Anbieter. Viele Dialeranbieter mahnen jetzt über das Inkassounternehmen NexNet. Wenn Sie sich betrogen fühlen ignorieren Sie alle NexNet - Mahnungen oder geben Sie alles zu Ihrem Rechtsanwalt. Erst bei einer gerichtlichen Mahnung müssen Sie unbedingt die Widerspruchsfrist von 14 Tagen einhalten !

Noch ein Tipp zu Inkassounternehmen:

Anworten Sie bestimmt aber höflich und teilen Sie die Zahlungsunwilligkeit einschließlich ihrer Begründung mit. Verlangen Sie unbedingt die Übersendung einer Vollmacht, dass das Unternehmen berechtigt ist für den Anspruchsteller tätig zu werden. Ohne eine solche Erklärung könnte ja jeder daherkommen und Gelder kassieren. Dadurch erfahren Sie auch nebenbei, wer genau der Anspruchsteller ( Dialeranbieter ) ist. Seit dem 12.07.2002 haben Sie auch Anspruch auf Nennung der ladungsfähigen Anschrift des Dialeranbieters . Kontrollieren Sie ob das Inkassobüro überhaupt berechtigt ist abzukassieren ! Falls Ihnen ein namentlich völlig unbekanntes Unternehmen daherkommt : Schreiben Sie an den Gerichtspräsidenten des zuständigen Gerichtes(Land- Amtsgericht) am Sitz des Unternehmens, ob dort das Unternehmen überhaupt eine Zulassung gem. Artikel 1 §1 Rechtsberatungsgesetz zum Inkassobetrieb besitzt ! Fügen Sie dazu Kopien der Abmahnung bei.Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der Antragsteller die für diesen Beruf erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung sowie genügende Sachkunde besitzt .Die Erlaubnis kann im Mißbrauchsfalle auch widerrufen werden. Sollte das mahnende Inkassobüro keine Erlaubnis besitzen, sollten Sie ggf. über eine Strafanzeige, z.B. wegen Nötigung, nachdenken.

Wurden die angebotenen Leistungen des Dialer-Programmes aber auch Inanspruchgenommen ( z.B. fleißig Porno-Bilder bewundert ) sieht es schlecht aus, der Spaß wird wohl ein paar Euro kosten. Hier sollte man sofort bezahlen um nicht weitere Mahnkosten auflaufen zu lassen.

Infos hierzu unter www.dialerhilfe.de oder www.dialerschutz.de.

Gericht: Telekom muss 0190er-Nummern nach einer Stunde abschalten

Die Deutsche Telekom ist verpflichtet, Verbindungen zu kostenträchtigen 0190er-Telefonnummern nach einer Stunde zu kappen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil festgestellt, in dem es eine Rechnung von mehr als 5000 Euro an einen Telefonkunden aus dem Jahr 2000/2001 aufhob. Eine der drei strittigen Verbindungen des Mannes zu einer 0190er-Nummer hatte rund 50 Stunden bestanden. Der Beklagte muss nun lediglich die Gebühr für eine Stunde in Höhe von 115,77 Euro zahlen. Die anders lautende Entscheidung der Vorinstanz wurde aufgehoben (Az.: 3 U 13/03).....

Quelle/ ganzer Artikel unter: http://www.heise.de/newsticker/meldung/48788

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