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Dialer Zahlungsverweigerung

In diesen Fällen sollten Sie nicht bezahlen :

Hier nun meine persönliche Meinung :

Zahlen Sie nicht in allen Fällen, wo eine Straftat ( Betrug ) Anlaß zu den Kosten über 0190er Nummern war. Unrechtmäßige, in betrügerischer Absicht, erstellte Dialerkosten brauchen Sie nicht bezahlen ! Das ist immer dann der Fall wenn Sie über die anfallenden Gebühren getäuscht worden sind. Also immer dann, wenn der Dialer sich ohne Ihr Wissen und Wollen verdeckt eingewählt hat !

Falls Sie noch das Dialerprogramm auf Ihren PC haben, prüfen Sie bitte nochmals nach, ob im Dialogfenster die angewählte Rufnummer und die anfallenden Gebühren angezeigt werden. Falls ja, haben Sie es vielleicht einfach nur beim ersten Mal übersehen ? Dann sollten Sie vielleicht bezahlen, die Beweisführung der Täuschung wird dann schwierig. Im Falle der Zahlungsverweigerung sind Sie beweispflichtig und müssen die Täuschung dokumentieren. ( Urteil AG Gifhorn, Az. 33 C 497/03 (VII) ). Bei total überzogenen Gebühren muß jedoch auch der Anbieter nachweisen, dass Sie entsprechende Leistungen für das Geld erhalten haben. (1. Der Anbieter einer über eine "0190-Nummer" abgerechneten Dienstleistung trägt die Beweislast dafür, dass mit dem Nutzer ein Vertrag über eine entgeltliche Dienstleistung geschlossen, zuvor das geforderte Entgelt genannt und die Dienstleistung auch erbracht worden ist. 2. Dem Anbieter ist es zumutbar, hierfür eine Datensicherung über Einzelverbindungen vorzunehmen und diese aufzubewahren.. Urteil LG Fürth, Az.: 11 S 8162/02 vom 27.03.2003)

Auch sollten Sie die Zahlung verweigern wenn Ihnen Gebühren über 2 € pro Minute, bzw. 30 € pro Einwahl, berechnet wurden. Auch Verbindungen mit einer Dauer von über 1 Stunde verstoßen gegen die neuen Bestimmungen des TKG !

Nach der Gesetzesänderung vom 31.07.2002 muß der Rechnungssteller Ihnen auf Anfrage die ladungsfähige Anschrift des Dialeranbieters nennen ! Ziehen Sie die Dialerkosten von der Rechnung ab wenn Sie reingelegt wurden und ohne Ihr Wissen und Wollen ein Dialer sich installiert hat. Erstatten Sie auf jeden Fall Strafanzeige gegen den Anbieter.

Aber Vorsicht: Haben Sie rechtmäßige Dialerangebote ( Telefonmehrwertdienste 0900-9.. ) in Anspruch genommen müssen Sie diese Leistungen auch bezahlen. Zahlungsverweigerung lohnt nur bei Betrug, ansonsten kommen unnötige Mahn- und Gerichtskosten auf Sie zu. Wie ein regelkonformer Dialer arbeitet können Sie hier anschauen.

Werden Ihnen nach dem 14.12.2003 Gebühren für eine Rufnummer außerhalb der Rufnumerngasse 0900-9 berechnet ist der Dialer nicht von der RegTp zugelassen !! Gem. § 43b TKG dürfen seit dem 14.12.2003 Dialer nur noch diese Rufnummergasse anwählen ! Ansonsten ist der unregistrierte Dialer rechtswidrig !!

Sollten Ihnen entsprechende 0190er Gebühren nach dem Stichtag berechnet werden informieren Sie bitte unbedingt die RegTp ! Nur so kann der Anbieter schnell gesperrt werden ! Diese Beschwerde können Sie unabhängig davon machen ob Sie eine Strafanzeige erstatten wollen oder nicht. Die Regulierungsbehörde ist verpflichtet Ihren Beschwerden nachzugehen ! Hierzu wurde eine Hotline eingerichtet unter der Telefonnummer:

0180 5 DIALER

0180 5 34 25 37

Ich erachte es als selbstverständlich, dass man “echte” Rechnungen auch bezahlt..Es gibt auch seriöse Telefonmehrwertanbieter. Die betrügerischen Methoden einiger Anbieter der Branche sollten nicht auf alle Anbieter übertragen werden. Wer gelinkt wurde sollte natürlich niemals einfach bezahlen. Nur durch Zahlungsverweigerung und rechtliche Gegenmaßnahmen kann der Markt für Abzocker unattraktiv gemacht werden.Wer Opfer einer Straftat geworden ist kann auch von keiner Firma gezwungen werden diese widerrechtlich geforderten Beträge zu bezahlen. Im Gegenteil: Hat die Firma Kenntnis davon, dass der Anbieter unseriös gearbeitet hat, stellt die weitere Geldforderung u.U. eine Beihilfe zum Betrug dar.

Trotzdem ein wichtiger Hinweis:

Zahlungsverweigerung verursacht immer zusätzliche Kosten durch Mahn-und ggf. Gerichtsgebühren. Nur wer ganz sicher ist betrogen worden zu sein sollte diesen Schritt wählen.

Wie schon auf den vorherigen Seiten dargelegt müssen Sie unbedingt einen Einzelverbindungsnachweis einfordern !

Gemäß § 16 Abs. 1 TKV sind Telefongesellschaften bei einer Reklamation verpflichtet, kostenlosen Einzelverbindungsnachweis zu erstellen und auf eigene Kosten eine technische Überprüfung durchzuführen.

Vergessen Sie keinesfalls auf die dann folgenden Mahnungen einen Einspruch im Falle eines gerichtlichen Mahnbescheides innerhalb von 14 Tage einzulegen ! Es muß keine Begründung zur Fristwahrung mitgeliefert werden.Wenn Ihr Widerspruch bei Gericht vorliegt muß dann der Dialeranbieter Sie verklagen um an sein Geld zu kommen.Diese Klage muß er dann begründen was bei betrügerischen Dialern fast unmöglich ist.

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