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Dialer in Österreich und Schweiz

Dialer in der Schweiz und Österreich
1. Schweiz :
2. Österreich

Dialer in der Schweiz und Österreich

Auch in unseren Nachbarländern Schweiz und Österreich gibt es Dialer. Im Gegensatz zu Deutschland stellen die Dialerprogramme dort jedoch kein großes Problem dar. Auf Grund der guten Verbraucherschutzgesetze können unseriöse Dialer keinen User einfach abzocken.

Zu den Details :

1. Schweiz :

Über die Business-Nummer 0906x (”Erwachsenenunterhaltung”) wählen sich Dialer in der Schweiz ins Internet ein.

Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat strenge Vorschriften an die Zuteilung von 090xer Nummern Bedingungen geknüpft, die auch für den Bereich der Dialer gelten. Im Gegensatz zu Deutschland müssen in der Schweiz immer die auflaufenden Gebühren ständig auf dem Bildschirm des Kunden angezeigt werden. Die Gebührenanzeige muß dabei immer im Vordergrund (etwa im Browserfenster oder in einem gesonderten Pop-up) zu sehen sein, und das in einer Mindestgröße von 14 Punkt ! Spätestens beim Schließen des Browsers muß ”unmittelbar” der Dialer beendet werden, daher eine Dauerverbindung darf nicht eingerichtet werden.. Eine 090-Nummer darf ohne Einwilligung des Users nicht als Standardverbindung im DFÜ-Netzwerk eingetragen werden. Verstößt ein Nummerninhaber gegen die Regeln, kann ihm das Bundesamt die fragliche Nummer per Verfügung entziehen. Das geht schnell und ohne Gerichtsbeschluß. Tauchen in der Rechnung Dialergebühren auf, kann der Kunde bei der Swisscom Reklamationen vorbringen. Dies geht unter der Gratisnummer 0800 800 800. Für Kunden von Sunrise ist es die Nummer 0800 707 707.

Genau wie in Deutschland können auch die Schweizer Kunden solche gebührenpflichtigen Nummer generell sperren lassen. Die deutschen Schutzprogramme ( etwa YAW 3.0 ), funktionieren normalerweise auch in der Schweiz. Auf Grund der dortigen, ständigen, Gebührenanzeige ist es jedoch wohl nicht erforderlich. Eine unbemerkte Gebührenabzocke kann eigentlich nicht vorkommen.

Ende 2002 waren in der Schweiz rund 90.000 Mehrwertnummern an rund 10.000 Anbieter ausgegeben. Etwa die Hälfte davon wurde tatsächlich für die Abrechnung von Diensten genutzt. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Beschwerden über möglicherweise unseriös genutzte Nummern stetig zu. Dabei sind - ähnlich wie in Deutschland - zum einen Dialer ein großes Problem. Zum anderen hakt es aber auch in der Schweiz am System. Das Inkasso für die teuren Nummern übernehmen nämlich die großen Telefongesellschaften. Der Verbraucher ist der Dumme: Wenn es um strittige Gebührenforderungen geht, muss er sich zunächst einmal mit seiner Telefongesellschaft herumschlagen; der tatsächliche Diensteanbieter bliebt im Hintergrund. "Da der Netzanbieter eine neutrale Zwischenposition hat, haben die Konsumenten keinen direkten Ansprechgegner", erklärte der Strafrechtsprofessor Christian Schwarzenegger von der Universität Zürich jetzt gegenüber dem Fernsehmagazin "Kassensturz". (Quelle: www.dialerschutz.de aus Oktober 2003)

Schweiz veröffentlicht Inhaber von Mehrwertdienste-Nummern

Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat die Bestimmungen für die Betreiber von Mehrwertdiensten verschärft. Die Inhaber der Mehrwertdienste-Rufnummern mit den Vorwahlen 0800, 084, 0900, 0901 und 0906 lassen sich in einer Datenbank auf der Webseite des BAKOM herausfinden. .Die Telefongesellschaften müssen zudem auf der monatlichen Rechnung einen Hinweis auf diese Veröffentlichung geben.

Beim Einsatz von Dialern muss der Tarif nun vor dem Verbindungsaufbau angezeigt und vom Kunden ausdrücklich bestätigt werden. Bis zum 1. Dezember 2003 sollen zudem die Sperrmöglichkeiten erweitert werden. Bislang konnten die Telefonkunden nur eine Sperre für 0906-Nummern beantragen, künftig können auch 0900- und 0901-Rufnummern gesperrt werden.

Quelle : http://www.heisenews.de/newsticker/data/uma-08.04.03-000/

In der Schweiz ist Sperren von Sondertelefonnummern gratis

Seit heute,01.12.2003, gilt in der Schweiz eine neue Verordnung des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom), nach der alle Telefonanbieter ihren Kunden die Möglichkeit bieten müssen, sämtliche 0900-, 0901- und 0906-Nummern oder wie früher nur die 0906-Erotiknummern kostenlos und auf einfache Weise sperren zu können. Die geänderte Verordnung sieht ferner vor, dass die Verbraucher die Sperrung selbst aktivieren oder deaktivieren können. Bei Festnetztelefonen muss dazu lediglich eine einfache Tastenkombination eingegeben werden. Bei Mobiltelefonen erfolgt die Sperrung oder Entsperrung über einen Anruf auf eine Gratisnummer.

Quelle: Heisenews.

Schweizer Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) verbietet ab dem 01.April 2004 alle Dialer mit hochtarifierten Nummern 0900, 0901 und 0906!

Ein drastischer Schritt aber die richtige Maßnahmen um den Dialerabzockern endlich das Wasser abzugraben. Alle Bemühungen haben nichts geholfen, die Beschwerden der Verbraucher, auch in der Schweiz, haben ständig zugenommen. Im Jahr 2003 gingen bei dem Bundesamt 2073 Beschwerden über Missbrauchsfälle im Bereich der Dialer-Mehrwertnummern ein. 117 Nummern wurde die Zuteilung entzogen.

Fünf Gründe haben zu dieser drastische Maßnahme geführt:

die steigenden Verbraucherbeschwerden,
die fehlende Transparenz beim Download,
die fehlende Transparenz bei der Dialer-Installation,
die nur unklar deklarierten Preise,
nur schwer durchführbare Kontrollen.
Ob wir auch in Deutschland es schaffen gegen die Dialerlobby Maßnahmen durchzusetzen?

2. Österreich

Österreichische Webdialer wählen sich über die kostenpflichtige Nummern mit der Vorwahl 093x ins Netz ein. Die Schlichtungsstelle der Rundfunk- und Telekom Regulierungs GmbH ( nur zuständig in Österreich ) ist Anlaufstelle für Beschwerden. Das Inkasso läuft über den Telefonprovider wie hier in Deutschland, meistens ist es die Telekom Austria . Die Dialerkosten werden hier als ”Besondere Dienste”, ”Sonderdienste” oder ”Rufe zu 0900/0930” bezeichnet. Wie in Deutschland ist auch in Österreich jeder Anschlussinhaber für die von seinem Anschluss aus getätigten Telefonate haftbar (§ 11 Abs. 1 AGB Telefon). Er hat aber zugleich das Recht, Auskunft darüber zu verlangen, welcher Mehrwertdienstanbieter hinter den verlangten Gebühren steckt (§ 5d Abs. 3 KSchG). Das soll hier in Deutschland erst im Juli 2002 eingeführt werden. Link : Schlichtungsstelle der Rundfunk- und Telekom Regulierungs GmbH für Beschwerden. Deutsche Schutzprogramme funktionieren auch in Österreich, z.B. YAW 3.0 . In Österreich mehren sich auch die Dialerbeschwerden, mit einer Gesetzesänderung wie in Deutschland ist auch dort demnächst zu rechnen. Auch in Österreich wird wohl eine ständige Gebührenanzeige wie in der Schweiz kommen. Infos der Regulierungsbehörde gibt es Online hier unter :

http://www.rtr.at/web.nsf

Neu ab August 2003 :

Das Telekommunikationsgesetz 2003 (TKG 2003) tritt in den nächsten Wochen in Kraft. Ähnlich wie in Deutschland werden dann auch in Österreich nach zahllosaen Mißbrauchsfälen die Rechte der Verbraucher endlich gestärkt. Leider darf man dann in Österreich nur einmal pro Jahr eine kostenlose Einrichtung einer Tarifzonensperre für Mehrwertdienste und eine kostenlose Erstellung eines Einzelentgeltnachweises beantragen.. Besser als in Deutschland hat die Regulierungsbehörde in Österreich jetzt das Recht, alle ertrogenden Gelder beim Dialerbetreiber abzuschöpfen. In Deutschland darf die Regulierungsbehörde gerade mal die Rufnummer sperren, Gewinnabschöpfungen obliegen hier der Staatsanwaltschaft im Strafverfahren. Bei Verstößen gegen das TKG 2003 dürfen die Fernmeldebehörden sogar die Straferkenntnisse auf Kosten des Verurteilten auch veröffentlichen. Solch eine öffentliche Warnung wäre auch in Deutschland wünschenswert. Unverständlich : Über Preisobergrenzen von Dialerprogrammen, wie jetzt in Deutschland, habe ich noch nichts gelesen.

Neu ab Anfang 2004: Kein Inkasso mehr bei strittigen Dialerkosten.

Neu und vor allem kundenfreundlich ist, dass sich die Telekom-Austria nun bei Dialernepp nicht mehr zum Erfüllungsgehilfen machen lässt. In der Vergangenheit wurden nämlich die horrenden Telefonrechnungen von der Telekom-Austria vorgeschrieben und notfalls auch gerichtlich eingeklagt. Nun müssen sich die Personen oder Firmen, die hinter den "Dialern" stecken, selbst um ihr Geld kümmern. "Bei tatsächlichem Vorliegen eines Missbrauches wird dem Kunden der beeinspruchte Betrag aus der Telekom-Rechnung gestrichen. Unsere neuen Geschäftsbedingungen sehen vor, dass wir das Inkasso für Mehrwertdienstbetreiber bei missbräuchlich verwendeten Dialer-Programmen nicht mehr durchführen", erklärt Gerhard Partl, Leiter des Risk-Managements bei der Telekom Austria.

Geschädigte Kunden müssen dafür eine schriftliche Entgelteinwendung an die Telekom Austria AG, Kundenservice, Postfach 1001, 1011 Wien richten. Dieser muss eine Erklärung beigefügt sein, dass der Kunde der Weiterleitung seiner Daten an den alternativen Netzbetreiber oder Diensteanbieter zustimmt.

Sind das seriöse Firmen und der Kunde hat absichtlich die teure Verbindung angeklickt, wird er zahlen müssen.

Änderung der Mehrwertdiensteverordnung.

Die heute am 12.05.2004 veröffentlichte Kommunikations-, Entgelt- und Mehrwertdiensteverordnung (KEM-V) sieht viele Änderungen vor. Dialer betrifft folgendes:

Dialer dürfen nur mehr unter der Vorwahl 0939 bis zu 3,64 Euro/Minute abkassieren, für bereits genutzte Software gibt es eine Ãœbergangsfrist bis Ende September. Ab 1. Januar sind alle Telefonanschlüsse für Verbindungen zu 0939 gesperrt und werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Inhabers vom Netzbetreiber freigeschaltet..

Allgemein werden Verbindungen zu Mehrwertnummern nunmehr nach 60 Minuten (bis 2,20 Euro/Minute) oder gar 30 Minuten (2,21 bis 3,64 Euro/Minute) automatisch getrennt..........

Weitere Infos / Quelle unter:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/47309

Linktipp für Österreicher:

http://www.defense.at/ eine private Verbraucherschutz und Infoseite zum Thema Hacker, Viren, Dialer und mehr...

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