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Betrug mit Nebenjobs

Nicht neu aber immer wieder erfolgreich :
Was tun wenn ich schon reingefallen bin ?
Nebenjob im Strukturvertrieb ( MLM = Multi-Level-Marketing ).
Hier ein Auszug aus einer Mitteilung der Verbraucherschutzzentrale Hamburg :

Nicht neu aber immer wieder erfolgreich :

Dubiose Nebenjobangebote mit Traumgewinne oder “im Schlaf leicht verdientes Geld” werden oft beworben, leider gibt sie aber nicht.

Der Haken:

Fast immer wenn Vorkasse, Vermittlungsgebühr, Schutzgebühr oder Ähnliches verlangt wird, ist es ein dubioser Anbieter. Seriöse Anbieter bieten eine Tätigkeit gegen Entlohnung an und können dafür keine Gebühr erheben. Dubiose Anbieter bezeichnen sich nie direkt als Arbeitgeber sondern als " Vermittler ". Die Interessenten landen in einer angeblichen Vermittlungskartei wo dann ihre Daten verschimmeln, außer Spesen nichts gewesen. ( z.B. Datei für Autowerbeflächen ).

Besonders beliebt sind auch sogenannte Modellagenturen. Für die Erstellung einer Setcard, oder der Aufnahme in eine Kartei, wird kräftig abkassiert. Vorsicht ! Seriöse und wirklich erfolgreiche Agenturen haben so etwas nicht nötig. Hier wird niemals Geld verlangt !!!

Auch beliebt: Die reine Versendung von wertlosen Infomaterial über Nebenjobs gegen Gebühr und der Rückruf einer 0190er bzw. 0900er Rufnummer. Geradezu klassisch ist hierbei auch der Trick einer “Grundaussattung “ fürs Adressenschreiben oder Kugelschreiber zusammenbauen, natürlich gegen eine Gebühr von 30 Euro oder mehr. Wer meckern will kann gerne die Beratungshotline anrufen, unter 0190.... , für schlappe 1,60 Euro pro Minute. Zur 0190er Rufnummer lesen Sie auch unter Dialer und Gewinnspiele nach.

Besonders vorsichtig sollte Sie sein wenn traumhafte Einkommen von 10.000 Euro und mehr versprochen werden ! Warum sollte ein Unternehmen ihnen als ungelernte Kraft solche Summen bezahlen ? So einfach wird man leider nicht reich. Um so höher der versprochene Nebenverdienst ohne Vorkenntnisse, umso mehr Vorsicht ist angesagt.

Eine weitere Masche ist schon ausführlich unter Kettenbriefe / Pyramidensysteme beschrieben. Dieser " Nebenjob " beruht auf dem Prinzip weitere Leute zu suchen die wiederrum Leute suchen müssen. Ein garantierter Totläufer und in Deutschland verboten.( § 6c UWG) Klassisches, bekanntes, Beispiel aus letzter Zeit war hier das System von "Eurotherm". Hier sollten Energiepillen verkauft werden. Da diese Pillen kein Mensch in den Laden stellen wollte sollten die geworbenen Kunden wiederrum weitere Verkäufer suchen um ihr Geld zurückzuerhalten.

Was tun wenn ich schon reingefallen bin ?

Normalerweise gilt für alle Verträge in der Art ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen.

Haben Sie eine 0190er-Nummer angerufen und für ein Endlosbandansage viel Geld bezahlt können Sie das Geld zurückfordern ! Das Landgericht Karlsruhe entschied in einem Urteil (3 O 329/98), dass die Gebühren für Bandansagen (hier sieben Minuten) mit wenig konkretem zum Job vom Anbieter zurückgezahlt werden müssen.

Lassen Sie sich bei der Verbraucherberatung beraten, dort kennt man die schwarzen Schafe.

Nebenjob im Strukturvertrieb ( MLM = Multi-Level-Marketing ).

Viele Nebenjobs im Internet bieten sagenhafte Verdienste nach einem einfachen Trick:

Strukturvertrieb, dass heißt, Sie sollen weitere Vertriebler finden und verdienen an deren Umsatz gleich mit. Meistens ist der Anbieter eines solchen Nebenjobs selbst erst seit kurzem angeworben worden und sucht nun dringend weitere Dumme. Findet er keine, oder zuwenig Leute, bleibt er auf seinen Einstandskosten sitzen.

MLM oder auch Netzwerk-Marketing ist wie folgt aufgebaut: Möchtegernhändler A wirbt Kunde B an, seine Produkte zu verkaufen. An jedem Produkt, das B verkauft, verdient A vom Umsatz. Jetzt muß B aber selber neue Zwischenhändler anwerben um Geld zu verdienen. Er selbst verdient an deren Umsatz, A ebenfalls und ab einem gewissen Umsatz, oder einer gewissen Zahl angeworbener Verkäufer, geht drer Verdienst erst richtig los. Eine Netzwerk entsteht, für Neueinsteiger wird es immer schwerer neue Kunden zu finden.

Das ganze klappt aber nicht, da der Neueinsteiger nach "Abgrasen" seines Freundes- und Bekanntenkreises keine neuen Kunden oder Händler findet. Letztlich kommt es auf die Qualität der Produkte an, ob es dafür überhaupt, zum verlangten Preis, einen großen Markt gibt.

Die meisten Leute bleiben als einfacher Produktverkäufer in der Herachie hängen. Sie verkaufen einige Produkte im Monat mit viel Eifer und Zeitaufwand für einige Euro Nettoverdienst. Der Schritt zum lukrativen Großhändler scheitert meist, da gute Weiterverkäufer nicht gefunden werden können.

Überlegen Sie daher sehr genau, wenn Ihnen Einstiegskosten abverlangt werden. Können Sie diese Kosten wirklich wieder reinholen ?Müssen Sie eine Grundausstattung an Produkte ordern um verkaufen zu dürfen, ohne dass Sie dafür schon Kunden haben ? Vertrauen Sie keinen Versprechungen, dass sich das Produkt quasi von alleine verkauft, oder dass Ihnen ein Gebietsschutz zugesagt wird. Machen Sie erst einen Testverkauf.

Viele Informationen um dieses Thema zu vertiefen findet man hier : http://www.mlm-beobachter.de/mlm/10biglies.htm

Hier ein Auszug aus einer Mitteilung der Verbraucherschutzzentrale Hamburg :

Daran erkennen Sie ein unseriöses Angebot:

· Weder Firmennamen noch Firmenzweck sind aus der Annonce ersichtlich.
· Die Annoncen klingen besonders verlockend ("wenig Arbeit", "leichte Arbeit", "Arbeit von zuhause aus").
· Die Verdienstmöglichkeiten sind übertrieben hoch angesetzt. Mit einigen Stunden Arbeit pro Woche kann man nicht 1.000 Euro verdienen!
· Ihnen wird ein guter Verdienst in Aussicht gestellt. Vielleicht sind Sie nicht gänzlich gutgläubig. Aber Sie hoffen im Stillen, dass die Hälfte oder ein Viertel davon ja auch ganz nett wäre. Doch Sie verdienen bei unseriösen Anbietern nicht nur weniger, als in Aussicht gestellt, sondern gar nichts.
· Die Tätigkeit wird so unklar beschrieben, dass Sie in Wahrheit nicht verstehen, worum es geht.
· Es wird Vorauskasse gefordert. Wäre das Angebot seriös, könnte man ja die Kosten von Ihrem ersten Verdienst abziehen!
· Die Vorkasse wird nicht für Vermittlung einer Tätigkeit verlangt, sondern für wertloses Informationsmaterial. Das erkennt man beim genauen Lesen!
· Es ist nur eine Telefonnummer oder eine Postfachadresse für den Kontakt angegeben.
· Es ist nur eine 0190-Nummer für den Kontakt angegeben.
· Unter der angegebenen Telefonnummer aus dem Ortsnetz wird auf eine 0190-Nummer verwiesen.
· Sie sollen Erklärungen unterschreiben, nichts über die Geschäftsbeziehung auszuplaudern.
· Sie sollen als Voraussetzung für den Einstieg in den Nebenverdienst auf Ihre Kosten an einem Lehrgang teilnehmen.
· Sie sollen Geräte oder Waren kaufen und diese dann auf eigenes unternehmerisches Risiko weiter veräußern.
· Sie sind angeblich für eine Filmproduktion im Ausland ausgewählt worden und Sie sollen um weitere Unterlagen zu erhalten schon mal die Hälfte des Flugpreises überweisen. Auch hier verlieren Sie ihr Geld und aus den Träumen, ein Filmstar zu werden, wird nichts.
· Sie werden als Anlagevermittler geködert, sollen aber erst einmal selbst eine nicht unerhebliche Einlage in einen dubiosen Fonds machen.
· Sie sollen als Mitarbeiter Neukunden werben, die ihrerseits wieder als Mitarbeiter Neukunden werben sollen. Sie bekommen wiederum Provision auf die Verkäufe, die die von ihnen geworbenen Mitarbeiter vermitteln. Dies ist ein Schneeballsystem , das sie auf keinen Fall unterstützen sollten.
· Sie sollen als Fotomodell, Filmstatist oder Begleitperson Geld verdienen, zuvor müssen Sie aber in einen Fotokatalog aufgenommen werden. Selbstverständlich müssen sie den (teuren) Fotografen zahlen...
· Sie werden für einen "Heimverdienst" mit Ihrem PC geworben. Problem: Das dafür benötigte Computerprogramm kostet einige tausend Euro und muss von Ihnen erworben werden.

Trifft einer der oben genannten Punkte oder mehrere davon auf ein Angebot zu, heißt es: Finger weg!

Grundsätzlich gilt: Niemand hat etwas zu verschenken. Je verlockender das Angebot, desto größer sollte Ihr Misstrauen sein. Sind Sie unsicher, fragen Sie Ihre Verbraucher-Zentrale.

Quelle: http://www.vzhh.de/vz/default.asp

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