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Falschrechnungen, Eintragungsofferte, Insertionsofferte

Ein ganz fiese Masche:
Rechtslage ist geklärt :
Neue Abzocke: Schein-Rechnungen vom “Telefonbuch Verlag Akalan” !
Anzeigenhaie, so wehren sie sich dagegen :
WARNUNG vor Rechnungen von GEWnet GmbH !
Branchenbucheintragungen im Internet
Welle mit Mahnungs-Mails
Hausdurchsuchung nach Welle von Mahnungs-Mails

Ein ganz fiese Masche:

Betrüger verschicken Angebote für eine Annonce im Internet. Dieses Schreiben ist optisch aufgemacht wie eine Rechnung, Überweisungsbeleg ist gleich dabei.

Die Betrüger hoffen, daß bei Firmen die Angebote für Brancheneintragungen u.s.w. im Imternet bei der Buchhaltung durchrutschen und bezahlt werden.

Ganz schlimm: Todesfallanzeigen werden ausgewertet und den Angehörigen des Verstorbenen wird ein Angebot geschickt, optisch als Rechnung aufgemacht. Die Angehörigen glauben es sei die Rechnung der örtlichen Zeitung und bezahlen. Tatsächlich handelt es sich um ein Angebot die Todesanzeige ins Internet zu stellen. Dieses Vorgehen stellt eine Täuschung dar und wird als Betrug geahndet, es liegt ein Urteil des LG Bochum aus 2001 in einem solchen Falle bereits vor.

Sollten Sie einen Trauerfall in ihrer Familie oder Bekanntenkreis haben weisen Sie die Angehörigen auf die Möglichkeit hin das evtl. demnächst unseriöse Angebote ins Haus kommen können. Auch beliebt ist es " peinliche " Bestellungen des Verstorbenen den Angehörigen in Rechnung zu stellen.

Sollte Ihnen so etwas unterkommen notieren Sie sich den Namen und die Kontaktadresse des Anspruchstellers und informieren Sie die Polizei.

Neuerdings werden "Rechnungen " eines Deutschen Domaineintragsdienstes verschickt. Die Inhaber von Domains ( Homepages ) sollen angeblich angefallene Registrierungsgebühren bezahlen. Selbstverständlich ist auch hier nur eine neue Masche des Betruges angesagt, entsprechende Warnungen von Denic u.s.w. sind durch die Presse gegangen. Toll: Die Abzocker haben sogar der Polizei ihre Rechnungen geschickt, jedoch ohne Erfolg.

Im Mai 2002 versuchte auch eine Firma ihre Serviceleistung einer “Domainüberprüfung” für 49 Euro zu verkaufen, das Angebot sah ebenfalls eine Rechnung sehr ähnlich. ( s. unten )

Rechtslage ist geklärt :

Der Bundesgerichtshof zum Thema Täuschung durch Anzeigenofferten

BGH, Urteil vom 26.04.2001; Az.: 4 StR 439/00

Leitsatz des Gerichts:

Wer Angebotsschreiben planmäßig durch Verwendung typischer Rechnungsmerkmale (insbesondere durch die hervorgehobene Angabe einer Zahlungsfrist) so abfasst, dass der Eindruck einer Zahlungspflicht entsteht, dem gegenüber die - kleingedruckten - Hinweise auf den Angebotscharakter völlig in den Hintergrund treten, begeht eine (versuchte) Täuschung im Sinn des § 263 I StGB.

Neue Abzocke: Schein-Rechnungen vom “Telefonbuch Verlag Akalan” !

Am 19.02.2003 erhielten viele Betreiber von kommerziellen Web-Angeboten "Rechnungen" eines "Telefonbuch Verlag Akalan" aus Kirchheim bei München. Unter der Überschrift "Ihre Rechnung" verlangt der Verlag 430 Euro für den Posten "Online Eintragungskosten" und 68,80 Euro für eine "Registrierung". Unter der Aufsummierung lasen die erstaunten Brief-Empfänger in fetten Lettern: "Den Betrag von 498,80 Euro bitten wir rechtzeitig zu begleichen. Eine Zahlkarte oder Einzugsermächtigung liegt gleich bei.

Im Kleingedruckten am unteren Ende der Seite ist dann zu lesen, dass es sich bei der nun plötzlich "Angebot" genannten Rechnung nicht "um eine Rechnung im Sinne des § 14 UStG" handle. Diese Passage ist so versteckt, dass Buchhaltung-Abteilung größerer Firmen überlesen werden soll.

Im Kleingedruckten ist zu lesen, dass der Verlag Akalan für die Rechnungssumme einen hervorgehobenen Eintrag in seine Online-Datenbank tele-branchenportal.de biete. Bisher verbirgt sich dort jedoch lediglich eine nicht funktionierende Branchen-Suchfunktion. Eine ähnliche Masche wurde vomBGH (BGH, Urteil vom 26.04.2001; Az.: 4 StR 439/00) bereits als Betrug verurteilt. Die Masche, Angebote als Rechnungen zu deklarieren, ist also nicht neu. Konto des Abzockers wurde bereits gesperrt ! Das in den Rechnungen angegebene Konto bei der Raiffeisenbank Weichering, hat diese bereits gesperrt und gekündigt. Sollten Sie also überwiesen haben, käme Ihr Geld also nicht an und ginge an Sie zurück. Die angegebene Telefonnummer in der “Rechnung” war frei erfunden. Die Kripo München ermittelt bereits in der Sache.

Mehr dazu auch unter Heise-News vom 19.02.2003 : http://www.heisenews.de/newsticker/data/hob-19.02.03-000/

Anzeigenhaie, so wehren sie sich dagegen :

"Branchen-Register" oder "Eintragungs-Offerte" heißt es , was da Tausenden kleinen Gewerbetreibenden oder Freiberuflern ins Haus flattert. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Korrekturabzug einer längst bestehenden Eintragung der Firmendaten in ein Branchenregister - der Kunde denkt an die Gelben Seiten. Wer nicht nachdenkt und die vermeintliche Rechnung überweist, sitzt einem Betrüger auf. Denn für die Eintragung in das Register, das kein Mensch liest, sollen oft mehrere Hundert Euro berappt werden. Anzeigenhaie nennt man die Absender, die sich sicher wähnen. Denn im Kleingedruckten wird darauf hingewiesen, dass es sich nur um eine Anzeigen-Offerte handelt, die der Kunden annehmen soll - oder eben nicht.

Wer nicht hereingefallen ist und sich ärgert, hier unser Tipp:

Ermitteln Sie über die auf dem Überweisungsträger angegebene Bankleitzahl (www.bankleitzahl.de) die Adresse des Geldinstituts des Anzeigenhais, schreiben, faxen oder mailen Sie dem Geldinstitut, dass über das angegebene Konto illegale Geschäfte betrieben werden, beschreiben Sie den Trick und regen Sie an, dass eingehende Zahlungen an den Absender zurück überwiesen werden. Viele Geldinstitute sind durchaus dankbar für solche Hinweise und reagieren entsprechend. Denn weil der Zahlungsverkehr weitgehend automatisch abläuft, bleiben solche Gauner in der Bank oder Sparkasse oft unauffällig. Wer eine dubiose Anzeigenofferte im Briefkasten findet, sollte schnell reagieren, bevor die Gauner ihr Konto leer räumen und verschwinden können.

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg

Zusatz des Webmasters : Machen Sie sich bitte auch die Mühe und erstatten Sie Strafanzeige wegen versuchten Betruges. Nur so können diese Abzocker langfristig aus dem Verkehr gezogen werden.

WARNUNG vor Rechnungen von GEWnet GmbH !

Das DeNIC warnte heute vor einem neuen Abzockversuch von Domain-Inhabern: In dieser Woche verschickte die GEWnet GmbH aus Celle angebliche Rechnungen für eine Web-Domain-Überprüfung. Erst im Kleingedruckten am Fuß der "Rechnung" weist die Firma darauf hin, dass man "mit der Bezahlung der Rechnungsbeträge dem Überprüfungsauftrag" zustimme.

"Wir checken, inwieweit der eigentliche Eigentümer einer Domain auch als 'admin-c' derselben beim DeNIC eingetragen ist", erläuterte GEWnet-Geschäftsführer Werner Hoyer gegenüber heise online die in Rechnung gestellte Leistung. Diese -- mit einem Blick in die DeNIC-Whois-Datenbank -- erledigte "WEB-Domain DENIC Überprüfung" kostet bei GEWnet 49,30 Euro.

Mehr dazu im Heise-News vom 24.05.2002.

Branchenbucheintragungen im Internet

Seit 2001 wurden schon tausende von Gewerbetreibende hereingelegt mit Rechnungen für einen Branchenbucheintrag bzw. Adressbucheintragungen von einem Verlag aus Ratingen.

Dutzende von Gerichten haben zwischenzeitlich entschieden, dass es sich bei dem Angebot um eine arglistige Täuschung bzw. Betrug handelt. Jetzt, Ende 2003 versucht eine Firma “Cash Force” erneut von den damaligen Opfern Geld einzutreiben.

Ausführliche Infos dazu finden Sie hier: http://www.ergo-film.de/6-Online/6-a-Hintergundmaterial/Mehr-info-2-Liste/Kommentare-2 -Liste/116_henghuber-cash.htm

Welle mit Mahnungs-Mails

Eine besonders und dreiste Welle von Massenmails rollte am 27.08.2004. Dutzende von Usern haben heise.de auf Mahnungen hingewiesen, die sie heute per E-Mail erhalten haben. Der Text der Nachrichten mit der Betreffzeile "Letzte Mahnung" ist immer gleichlautend:

Guten Tag,

Ds zum heutigen Datum fehlen Einzahlungen Ihrerseits, die dieRechnungsnummer 84387094 betreffen.
Hiermit fordere ich Sie nachdrücklich auf, bis zum 31.08.04 die noch
ausstehende Summe von 29,99 Euro zuzüglich
auf das unten angegebene Konto zu überweisen.

Bei erneuter Nichtbeachtung der Frist wird das gerichtliche Mahnverfahren
eingeleitet. Alle anfallenden Kosten sind dann von Ihnen zu tragen.

Sollten Sie inzwischen gezahlt haben, so betrachten Sie dieses Schreiben als
gegenstandslos.

Mit freundlichen Gruessen

Buchhaltung

--------------
Bankverbindung:

Kreditinstitut: Postbank Nürnberg
Kontonummer: 295766850
Bankleitzahl: 76010085
Inhaber: Patrick Hofmann

---------------

P.S. Nach ihrer Zahlung werden wir ihren account löschen “

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/50437

Es ist zur Zeit nicht bekannt ob es sich um einen schlechten Scherzoder um einen echten Betrugsversuch handelt.Das angegebene Konto ist leicht zu überprüfen, im Betrugsfalle echtdämlich von den Tätern. Soll aber vielleicht nur der echte Kontoinhaber geärgert werden? Falls mehr Hintergründe bekannt werden wird hier nachberichtet.Nicht vergessen: AUF KEINEN FALL UNBERECHTIGTE MAHNUNGEN BEZAHLEN!!!

Hausdurchsuchung nach Welle von Mahnungs-Mails

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Bayreuth haben die Ermittlungsbehörden am Freitag die Wohnung eines Mannes durchsucht, der rund 30.000 Mahnschreiben per E-Mail verschickt hatte. Die Bayreuther Ermittler nahmen den Absender der Mail fest und stellten Computer sicher. Die Daten auf dem Internet-Server des Beschuldigten wurden ebenfalls gesichert.

In einer ersten Vernehmung gab der EDV-Dienstleister allerdings an, beim Versenden einer Mahnung versehentlich statt der Adresse seines Kunden eine E-Mail-Verteilerliste, die rund 30.000 Adressen enthielt, ausgewählt zu haben. Erst im Laufe des Vormittags sei er durch Anrufe von Empfängern der E-Mail auf das von ihm behauptete Versehen aufmerksam gemacht worden. Er habe daraufhin bei der Polizei angerufen und sich erkundigt, was er machen könne.

Da dieser Anruf nachvollzogen werden konnte, wurde der Beschuldigte nach Abschluss der Vernehmungen auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungsbehörden prüfen nun "die Einlassung des Beschuldigten", um zu entscheiden, ob "ein sog. strafbefreiender Rücktritt vom Versuch, § 24 StGB vorliegt". ..............................

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/50493

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