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ABO-Trick

Die Abo-Masche lebt, wenn auch in moderner Form.
Bonus.net

Die Abo-Masche lebt, wenn auch in moderner Form.

Der Gewonnen-Trick!

Letztes Beispiel aus Februar 2004:

Die Firma Gameorado schreibt per E-Mail Gewinnspielteilnehmer an und verkündet:

“Herzlichen Glückwunsch, Jürgen Wiedelmann

Du wurdest bei einer Aktion von Monatsgewinnspiel als Gewinner gezogen und bekommst nun die exklusive Möglichkeit eines von 5 kostenlosen PC-Spielen für nur einen Euro Portokosten zu bestellen: http://mailadmin.mccrazy.de/mccrazy/ref.php?id=49f94ed2222222222...........”

Klickt man den Link an landet man hier:

Gibt man jetzt seine Personalien ein hat man schon verloren, denn in den AGB´s der Firma steht:

“Inhalt dieses Vetrages ist der Versand eines kostenlosen PC-Spieles, sowie die damit verbundene Aufnahme in den Gameorado.de VIP Club, nachfolgend Spieleclub genannt. Als Kunde des Spieleclubs erhalten Sie pro Monat ein original PC-Spiel, Sie erhalten keine Doppellieferungen gleicher Titel. Die Dauer der Mitgliedschaft beträgt 6 Monate. Der Mitgliedsbeitrag in Höhe von 6,65 Euro pro Monat wird zu Beginn der Mitgliedschaft im voraus per Lastschrift oder Kreditkarte abgebucht. Der Gesamtbetrag beläuft sich somit auf 39,90 Euro. “

Klasse was?

Wer auf der Eingangsseite nicht die Buchstaben AGB anklickt und dann auch noch den ganzen Text liest bekommt also das angebliche Spiel nicht für den beworbenen Preis von 1 Euro sondern zahlt 39,90 Euro! Spätere Lieferungen erfolgen auch noch automatisch, dank Mitgliedschaft.

Legal?

Ich meine nicht, hier dürfte wohl eine Täuschung des Verbrauchers vorliegen, eine Willensäußerung des Kunden als Vertragsabschluß mag bezweifelt werden. Zumindest ist diese Art der Werbung mehr als zweifelhaft.

Wer steckt dahinter?

Wie so oft bei dubiosen Gewinnzusagen und Kaffeefahrten steckt eine ausländische Firma hinter dem Angebot.

Obwohl die Domain gameorado.de eine de-Endung trägt ist der Domaininhaber eine Person aus Österreich / Wien. Genaue Angaben sind unter www.denic.de abzufragen.

Bonus.net

Nicht bezahlen, wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben oder durch täuschende Werbung zur Mitgliedschaft verleitet wurden! Bei der Verbraucherzentrale Hamburg häufen sich die Beschwerden über Bonus.net. Diese Firma bietet Verbrauchern auf ihrer Internetseite an, via Bonus.net-Mitgliedschaft bei über 350 Partnerfirmen bis zu 30 % der Einkaufskosten erstattet zu bekommen. Die Verbraucher müssen für die Mitgliedschaft in dieser Einkaufsgemeinschaft EUR 5 pro Monat (EUR 60 pro Jahr) bezahlen........................................... Quelle / Der ganze Artikel und mehr steht unter: http://www.vzhh.de/vz/default.asp

Offensichtlich schließen zur Zeit viele User bei Bonus.net einen kostenlosen Testzugang ab ohne die AGB´s der Firma genau durchzulesen. Wird das Testabo nicht fristgerecht gekündigt erlangen Sie einen Dauervertrag der Mitgliedschaft und haben damit die Kosten. Ob dieser Umstand zivilrechtlich haltbar ist, daher ob es sich hierbei um einen rechtsgültigen Vertrag handelt, wird von Verbraucherschützern bestritten.

Fakt ist aber: Wer liest ist klar im Vorteil! Die Gebühren sind auf der Homepage und in den AGB´s der Firma genannt. Ich überlasse es den Juristen wie die Sache mit dem Testzugang zu bewerten ist. Ob Mitgliedschaften illegal abgeschossen bzw. untergejubelt werden ist nicht belegt. Lesen Sie hierzu unten weiter.

So sieht die Sache aus:

Hier sehen Sie die Eingangsseite von Bonus.net:

Hier ein Auszug aus der Eintragsseite zum Testzugang:

Auszug aus den AGB´s der Homepage:

Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil, ob seriös oder nicht, ob Nepp oder normales Geschäftsgebahren.

Merkwürdig auf alle Fälle die zahlreichen, glaubhaften, Beteuerungen von Betroffenen niemals auf der Homepage von bonus.net gewesen zu sein, bzw. niemals dort Daten eingegeben zu haben.

Zitat -Auszug- aus der Computerbild 07/2004:

Was läuft schief beim Internet-Spar-Club "Bonus.net" ? Mehrere Computerbild-Leser sind sauer auf das Hamburger Unternehmen, das Rabatte für Internet-Einkäufe und Telefongespräche verspricht und dafür einen Clubbeitrag von 60,-€ pro Jahr kassiert. Zum Beispiel Uwe.K**: "Ich habe eine Rechnung von Bonus.net bekommen, obwohl ich weder meine Adresse noch irgendwelche Daten an die Firma weitergeleitet habe."

Auch Karl H.** aus Mendig passierte das. " Ich war nie in Kontakt mit dieser Firma." Er droht : " Ich werde Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und Betrug stellen." Auch bei der Verbraucherzentrale Hamburg stapeln sich Dutzende solcher Beschwerden. Und bei der Staatsanwaltschaft Hamburg liegt eine erste Betrugsanzeige vor.

Erlebnisberichte von Geschädigten und Mitgliedern finden Sie bei CIAO unter: http://www.ciao.com/bonus_net__1192724/TabId/2

Ein weiteres Forum zum Thema finden Sie hier: http://www.aerger-forum.de/dcforum/DCForumID54/145.html

Auch die örtliche Presse berichtet über bonus.net: http://www.abendblatt.de/daten/2004/03/10/271620.html

Der Firma Bonus.net wurde per Gerichtsbeschluss (einstweilige Verfügung) verboten, Verbraucher anrufen zu lassen, um für ein Rabattsystem zu werben - es sei denn, die Kunden haben zuvor einer telefonischen Kontaktaufnahme zugestimmt (LG Hamburg, Beschl. v. 23.9.2004, 312 O 852). Quelle: http://www.vzhh.de/vz/default.asp

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