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IFPI erstattet Strafanzeige gegen 68 deutsche Tauschbörsennutzer (30.03.2004)

Strafanzeigen gegen 68 deutsche Tauschbörsenbenutzer!

IFPI Deutschland, Ableger des internationalen Dachverbands IFPI der Musikindustrie, setzt nun auch auf drastischere Maßnahmen gegen "Musikpiraten". Gegen 68 Personen - oder besser gesagt, IPs - wurden Strafverfahren eingeleitet.

Noch ist unklar, wen diese Strafverfahren ereilen werden. Nach Darstellung der IFPI folgen die Strafverfahren den im vergangenen Jahr unternommenen Versuchen, "mit verschiedenen Maßnahmen über die Illegalität von Musikangeboten" aufzuklären.

Gemeint sind damit vermutlich die Maßnahmen, über die IFPI zuletzt im Dezember 2003 berichtete. Damals hieß es, der Verband habe die "Mailfunktionen" genutzt, die die Filesharing-Programme selbst bieten. Damit wurden dann mehrere 10.000 "Instant Messages" an die Nutzer von Tauschbörsen verschickt. Allerdings erscheinen nach dieser Darstellung Zweifel angebracht, ob diese Botschaften je ihr Ziel erreichten.

Der Verband kann nun behaupten, er habe ja gewarnt. Und nur die "Unbelehrbaren" werden mit Folgen zu rechnen haben: "Nun wurden rechtliche Schritte gegen diejenigen eingeleitet, die sich dadurch nicht von illegalen Musikangeboten abhalten ließen".

Wie RIAA steht auch IFPI ansonsten nur die IP-Adresse der "Täter" zur Identifizierung zur Verfügung. Im Unterschied zum US-Recht kann der Verband aber nicht auf Basis eines Zivilverfahrens die Herausgabe der Informationen erzwingen. So erklärt sich der "deutsche Umweg" über ein Strafverfahren, das zusätzliche, über die Schadensersatzforderungen der Industrie hinausgehende Strafen mit sich bringen kann.

Dazu allerdings muss erst einmal die Identität der Tauschbörsen-Nutzer bestimmt werden. In den USA liegen dazu bisher so gut wie keine Informationen vor. Die bisher in den USA mit einem (Zivil-) Verfahren konfrontierten P2P-Nutzer haben entweder einer Schlichtung zugestimmt, oder ihr Verfahren steht noch aus. Ein gerichtlicher Nachweis über die Identität eines Tauschbörsen-Nutzers wurde dagegen noch nicht erreicht.

In dieser Hinsicht könnten sich also auch in Deutschland noch Überraschungen ergeben. Vor allem, weil eine Datenspeicherung auf Vorrat in Deutschland mit den Datenschutzregelungen kollidiert. Es soll zwar Provider geben, die beispielsweise sechs Monate alte Daten speichern......................

Quelle, den ganzen Artikel finden Sie hier: http://www.intern.de/news/5459.html

weitere Infos zur Meldung gibt es auch hier: http://www.golem.de/0403/30582.html

Mehr zum Thema Urheberrecht und Raubkopien hier auf der Homepage.

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